Gesetzesartikel
Art. 4 ATSG – Unfall
25 Entscheide, in denen Art. 4 ATSG eine tragende Norm ist. Neueste zuerst; jeder Eintrag führt zur Zusammenfassung mit Ausgang und Originalquelle.
- Lehrling erleidet schweres Schädel-Hirntrauma mit GCS-Wert von 3: Fallabschluss der Suva wegen unklarer medizinischer Ausgangslage rechtswidrig, Rückweisung zur fachärztlichen Abklärung (Art. 61 lit. c ATSG)
- Unfallversicherung: Bundesgericht hebt kantonalen Entscheid auf, weil medizinisches Gutachten zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit widersprüchlich und unvollständig ist (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG)
- Versicherte beantragt Invalidenrente nach Bagatellunfall vom 30. Dezember 2021: Kein Kausalzusammenhang mit dauerhaften Beeinträchtigungen festgestellt, Beschwerde abgewiesen (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG)
- Beschwerdeführerin legt Unfallversicherungsentscheid an, ohne konkret auf vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellungen einzugehen: Nichteintreten wegen unzureichender Begründung im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG)
- Rechtsanwältin erleidet bei Kaiserschnitt Uterusruptur mit nachfolgender Hysterektomie: Kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG und kein Muskelriss im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. d UVG
- Teilzeitangestellte mit 8.5 Wochenstunden verunfallt während selbstständiger Landwirtstätigkeit: Nichtberufsunfallversicherung deckt Unfall ab, obwohl keine freiwillige UVG-Versicherung für Selbstständigkeit besteht (Art. 8 Abs. 1 UVG)
- Sozialpädagogin infiziert sich mit HIV durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Partner: Kein Unfall im Sinne des Unfallversicherungsgesetzes, Leistungspflicht verneint (Art. 4 ATSG)
- Versicherter beantragt Invalidenrente nach HWS-Distorsion: Adäquanzkriterium der besonders dramatischen Begleitumstände nicht erfüllt, Leistungsanspruch über Dezember 2018 hinaus verneint (Art. 4 ATSG)
- Versicherte nach Schulterunfall: Leistungseinstellung wegen fehlender Unfallkausalität aufgehoben, Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt (Art. 43 Abs. 1 ATSG)
- Zahnschaden nach Biss auf Stein im abgepackten Salat: Kausalzusammenhang mit Unfall nicht zweifelsfrei geklärt, Sache an Unfallversicherer zur Neubeurteilung zurückverwiesen (Art. 4 ATSG)
- Arbeitnehmerin bei 50%-Pensum biss auf Stein im Supermarktsalat: Unfallbegriff erfüllt, aber Kausalzusammenhang zum Zahnschaden nicht rechtsgenügend abgeklärt (Art. 4 ATSG, Art. 43 Abs. 1 ATSG)
- Assistenzärztin nach Blitzschlag am Kopf mit Aphasie und Desorientiertheit: Adäquater Kausalzusammenhang für psychische Folgen bejaht, Sache zur Klärung der natürlichen Kausalität zurückverwiesen (Art. 6 Abs. 1 UVG)
- Versicherter hebt einhändig 30 kg schwere Maschinenschutzhaube und klagt auf Unfallleistung: Unfallbegriff nicht erfüllt, unfallähnliche Körperschädigung verneint (Art. 6 Abs. 1 und 2 UVG)
- Verkehrsdienstmitarbeiter stürzt bei Baustellenregelung auf rechte Schulter: Kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und chronischer Rotatorenmanschettenläsion nach 30. April 2019 (Art. 6 Abs. 1 UVG)
- Elektromonteur verletzt sich beim Überkopfbohren auf Leiter: Unfall im Sinne des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG angenommen, Vorinstanz verletzte Bundesrecht
- Versicherter behauptet akustisches Trauma durch Trillerpfeifenpfiff vor Club: Kein Unfall im Sinne des Unfallbegriffs mangels Nachweis eines ungewöhnlichen äusseren Faktors (Art. 4 ATSG)
- Lehrer erlitt bei Zugabfahrt Tinnitus: Unfallversicherer stellt Heilbehandlung ein, weil medizinischer Endzustand erreicht und keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 UVG)
- Reinigungsangestellte klagt nach 'Zwick' beim Betteschieben über linksseitigen Supraspinatussehnenriss: Leistungspflicht der Unfallversicherung verneint, da Verletzung vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen (Art. 6 Abs. 2 UVG)
- Bohrgehilfe behauptet Schlag durch Bohrstange am Nacken: Unfallbegriff nicht erfüllt, da erste Aussagen fehlen und kein äusserer Faktor nachgewiesen (Art. 4 ATSG)
- Hinterlassenenrente nach Suizid verneint: Vollständige Urteilsunfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 1 UVG, Art. 37 Abs. 1 UVG)
- Versicherter rutscht in der Badewanne aus und bleibt über eine Stunde im heissen Wasser: Unfallbegriff erfüllt trotz Alkoholisierung (Art. 4 ATSG)
- Lehrer erleidet zwei Schulterunfälle im April und Mai 2015: Folgenabschluss per 31. Juli 2015 aufgehoben, externe orthopädische Begutachtung angeordnet (Art. 36 Abs. 1 UVG)
- Krankenschwester nach Zeckenstich mit chronischen Beschwerden: Unfallversicherer darf Taggeld per 31. Juli 2011 einstellen, weil Kausalzusammenhang mit Neuroborreliose nicht überwiegend wahrscheinlich ist (Art. 4 ATSG)
- Selbstschädigung durch Mischintoxikation: Kein Unfall wegen fehlender Plötzlichkeit bei mehrmaligem Substanzkonsum (Art. 4 ATSG)
- Arbeitslosenversicherung: Keine Befreiung von Beitragszeit bei kombinierter Berufung auf Kindererziehung und Krankheit (Art. 14 Abs. 1 AVIG)
Zusammenfassung, Ausgang und tragende Normen sind maschinell ermittelt und können Fehler enthalten. Massgebend ist der Originalentscheid. Keine Rechtsberatung.