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Justizze. Art. 93 BGG

Bundesgericht

Beschwerde gegen Ablehnung aufschiebender Wirkung bei Pfändungsankündigung: Nichteintreten mangels Begründung und Rechtsmissbrauch (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG)

Datum
10.08.2026
Geschäftsnummer
5A_752/2026
Abteilung
II. Zivilrechtliche Abteilung
Ausgang
Nichteintreten

Tragende Normen

Art. 76 BGG Art. 93 BGG Art. 98 BGG Art. 106 BGG Art. 108 BGG

Zusammenfassung

Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Verfügung des Obergerichts Thurgau, welches ihr Gesuch um aufschiebende Wirkung gegen eine Pfändungsankündigung des Betreibungsamtes Weinfelden abgewiesen hatte. Sie macht geltend, aufgrund einer Pfändungsanzeige habe eine Bank sämtliche Festhypotheken gekündigt und drohe nun mit der Zwangsverwertung der familiären Wohnliegenschaft. Das Obergericht erachtete die Beschwerde als aussichtslos und unbegründet. Vor Bundesgericht tritt zusätzlich eine US-Handelsgesellschaft auf, welche im kantonalen Verfahren nicht beteiligt war.

Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde in Zivilsachen nicht ein. Eine B.________ LLC ist nicht parteiberechtigt, da sie im kantonalen Aufsichtsverfahren über Schuldbetreibung und Konkurs nicht beteiligt war; die Eingabe wird daher als von der Beschwerdeführerin persönlich stammend behandelt gemäss Art. 76 Abs. 1 BGG.

Die angefochtene Verfügung betrifft eine vorsorgliche Massnahme nach Art. 98 BGG, weshalb ausschliesslich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte unter Beachtung des strengen Rügeprinzips von Art. 106 Abs. 2 BGG gerügt werden kann. Die Beschwerdeführerin behauptet einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil durch die bevorstehende Zwangsverwertung ihrer Wohnliegenschaft infolge Hypothekarkündigung. Das Gericht stellt jedoch fest, dass die Bank die Hypotheken nicht wegen der einzelnen Pfändung, sondern aufgrund einer Bonitätsprüfung kündigte, zu der auch ein Betreibungsregisterauszug gehörte. Ein kausaler Zusammenhang zwischen der Verweigerung der aufschiebenden Wirkung und einem irreparablen Schaden ist somit nicht dargetan, was die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht erfüllt.

Zudem genügt die Beschwerde offensichtlich nicht den Begründungsanforderungen. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich darauf, Sachverhalt und Rechtslage aus eigener Sicht darzustellen, ohne konkrete Rechtsverletzungen substantiiert zu rügen. Soweit sie Argumente aus dem Umfeld der Staatsverweigerer-Bewegung vorbringt, ist die Eingabe querulatorisch und rechtsmissbräuchlich. Der Abteilungspräsident weist die Beschwerde daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG ab. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung im bundesgerichtlichen Verfahren wird gegenstandslos. Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- zu tragen gemäss Art. 66 Abs. 1 BGG; Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG findet vor Bundesgericht keine Anwendung.

Originalentscheid beim Gericht ↗

Zusammenfassung, Ausgang und tragende Normen sind maschinell ermittelt und können Fehler enthalten. Massgebend ist der Originalentscheid. Keine Rechtsberatung.

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