Justizze.

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Justizze. Art. 8 StHG

Bundesgericht

Steuerpflichtige beantragen Anerkennung von Leasingzinsen, antizipativem Passivum für Schweinezukauf und Pachtzinsen: Bundesgericht weist Beschwerde ab, weil Buchhaltung handelsrechtswidrig und Rügen unzureichend begründet (Art. 8 Abs. 1 StHG)

Datum
27.03.2017
Geschäftsnummer
2C 1031/2016
Ausgang
Abgewiesen

Tragende Normen

Art. 42 BGG Art. 82 BGG Art. 95 BGG Art. 105 BGG Art. 106 BGG Art. 18 DBG Art. 8 StHG Art. 27 StHG Art. 73 StHG

Zusammenfassung

Zwei Steuerpflichtige erhoben Beschwerde an das Bundesgericht gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, mit dem dieses ihre Beschwerde gegen eine Steuerveranlagung für das Jahr 2010 abgewiesen hatte. Streitig waren vier Aufrechnungen der Steuerbehörde beim steuerbaren Einkommen: Schuldzinsen aus zwei Leasingverträgen (John Deere und Iveco), ein transitorisches Passivum von Fr. 100'000.-- für den Zukauf von Schweinen sowie ein weiteres transitorisches Passivum von Fr. 24'000.-- im Zusammenhang mit einem Pachtvertrag. Die Beschwerdeführer machten geltend, diese Beträge seien steuerlich abziehbar.

Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab. Es stellte fest, dass die Beschwerdeführer die Rügen gegen den angefochtenen Entscheid nicht rechtsgenügend begründet hatten, wie es Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG sowie Art. 95 BGG verlangen: Sie wiederholten lediglich frühere Argumente, ohne sich konkret mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen, und legten keine Belege nach, um die behaupteten Rechtsverstösse darzutun. Insbesondere fehlte der Nachweis, dass sie im Jahr 2010 Schweine gekauft oder eine Kaufverpflichtung eingegangen waren, um das antizipative Passivum von Fr. 100'000.-- zu rechtfertigen; ebenso fehlte jeder Nachweis für eine bestehende Verpflichtung zur Zahlung von Pachtzinsen im Jahr 2010, die das transitorische Passivum von Fr. 24'000.-- hätte begründen können. Bei den Leasingverträgen war die Buchhaltung handelsrechtswidrig: Die Beschwerdeführer hatten weder den Vertragswert der Leasingobjekte aktiviert noch den Barwert der Verbindlichkeiten passiviert, sondern den gesamten Nominalbetrag der Leasingraten, weshalb keine Zinskomponenten verbucht werden konnten. Damit waren die Aufrechnungen der Steuerbehörde rechtmässig, da sie sich am handelsrechtlich korrekten Gewinn orientierten, der nach Art. 8 Abs. 1 StHG massgeblich für die Einkommensbesteuerung ist. Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- wurden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt; eine Parteientschädigung wurde verneint (Art. 65 f. und Art. 68 BGG). Die Entscheidung verdeutlicht die strenge Begründungspflicht bei der Beschwerde in Steuersachen und die zwingende Anwendung des Massgeblichkeitsprinzips für die steuerliche Gewinnermittlung.

Regeste

Kantons- und Gemeindesteuern 2010 | Öffentliche Finanzen & Abgaberecht

Originalentscheid beim Gericht ↗

Zusammenfassung, Ausgang und tragende Normen sind maschinell ermittelt und können Fehler enthalten. Massgebend ist der Originalentscheid. Keine Rechtsberatung.

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