Justizze.

Die Schweizer Rechtsdatenbank mit KI.

Justizze. Art. 42 BGG

Bundesgericht

Ermächtigung zur Strafverfolgung verweigert: ungenügende Begründung der Beschwerde, Nichteintreten (Art. 42 Abs. 2 BGG)

Datum
09.09.2026
Geschäftsnummer
1C_473/2026
Abteilung
I. Öffentlich-rechtliche Abteilung
Ausgang
Nichteintreten

Tragende Normen

Art. 42 BGG Art. 108 BGG

Zusammenfassung

Eine Beschwerdeführerin erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugs sowie gegen ihre Beiständin und eine KESB-Vizepräsidentin wegen Amtsmissbrauchs und Nötigung. Das Untersuchungsamt nahm das Verfahren nicht an die Hand, worauf die Anklagekammer die Beschwerde abwies und die Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens verweigerte. Die Beschwerdeführerin erhob daraufhin Beschwerde beim Bundesgericht gegen den Ermächtigungsentscheid.

Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde nicht ein, da diese den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt.

Die Vorinstanz hatte dargelegt, dass keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte für strafbares Verhalten der Angezeigten vorlägen, und dabei auf die fehlende Konkretisierung des Sachverhalts durch die Beschwerdeführerin verwiesen. Die Beschwerdeführerin setzt sich jedoch vor Bundesgericht nicht sachgerecht mit diesen massgeblichen Erwägungen auseinander und legt nicht konkret dar, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Ihre Vorbringen bleiben rein appellatorisch und erfüllen die Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht. Da die Begründungsmängel bereits offensichtlich sind, verzichtet das Gericht auf die Einholung von Vernehmlassungen und prüft weitere Eintretensvoraussetzungen nicht mehr, sondern wendet das vereinfachte Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG an.

Angesichts dieses Verfahrensausgangs wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet und es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Originalentscheid beim Gericht ↗

Zusammenfassung, Ausgang und tragende Normen sind maschinell ermittelt und können Fehler enthalten. Massgebend ist der Originalentscheid. Keine Rechtsberatung.

Verwandte Entscheide